Diese Ausstellung von Michael Schuster (geb. 1956 in Graz) gibt nach seiner künstlerischen Positionierung 1993 durch die Personale im MUMOK Wien mit etwa 80 Arbeiten (Fotoinstallationen, Lichtobjekte, mediale Skulpturen) einen Überblick über sein Schaffen der letzten 15 Jahre. Zusätzlich werden ältere Arbeiten mit den Methoden der Jetztzeit rekonstruiert und erstmals realisierte Konzepte präsentiert.
Daraus entwickelt er völlig eigenständige Positionen der konzeptuellen Fotografie, Skulptur und räumlichen Intervention in sinnlich rezipierbarer Formulierung.
Bei Michael Schuster geht es um das konsequente Ausblenden subjektiver Komponenten. Nicht Dokumentation ist dabei sein Anliegen, sondern er hinterfragt im Wissen um die Unmöglichkeit einer objektiven Wiedergabe der Welt das Phänomen der Abbildbarkeit von Realität.
In seiner steten Untersuchung sozialer, historischer, medientheoretischer und kunstimmanenter Parameter werden Fragen der Visualisierung von Wirklichkeit in höchst komplexer Weise realisiert.
In der ersten musealen Personale Michael Schusters werden sowohl seine Anfänge, seine Projekte im öffentlichen Raum, rekonstruierte Arbeiten und erstmals ausgeführte Konzepte sowie neue Arbeiten zu sehen sein, die nicht nur seine künstlerischen Strategien und Konsequenzen, sondern auch seine Bedeutung im internationalen Kunstkontext sichtbar und erlebbar werden lassen.